Unwetterwarnungen DWD

© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)
Regionalwetter Deutscher Wetterdienst


Deutscher



Regionenwetter - aktuell

ausgegeben von der Regionalzentrale in Essen am
Mittwoch, 22.02.2012, 11:30 Uhr



Zusammenfassung:
Freundlich mit Wolkenfeldern, ab den Abendstunden mehr Wolken und aufkommender Regen. Zunehmender Wind, mild.


Regionenvorhersage für Nordrhein-Westfalen:

für Mittwoch, 22.Februar 2012
Heute ziehen zeitweise Wolkenfelder durch. Zwischendurch scheint auch die Sonne und es bleibt bis zum Abend trocken. Die Luft wird auf 7 bis 11, in den Hochlagen des Berglandes auf 5 Grad erwärmt. Der Wind weht mäßig, zum Abend auch frisch aus Südwest. Dann muss mit ersten starken Böen gerechnet werden.
In der Nacht zum Donnerstag verdichten sich die Wolken und es setzt Regen ein. Die Temperatur sinkt auf 6 bis 3, im Bergland auf 1 Grad. Der Wind frischt weiter auf mit starken, im Bergland und in den nördlichen und östlichen Teilen Westfalens auch mit zum Teil stürmischen Böen.

für Donnerstag, 23.Februar 2012
Am Donnerstag ist es bedeckt und regnerisch, dabei aber mild. Die Höchsttemperatur liegt zwischen 9 und 12, im höheren Bergland um 7 Grad. Der Wind weht mäßig aus Südwest bis West, in Ostwestfalen noch mit zum Teil starken Böen.
In der Nacht zum Freitag bleibt es regnerisch und mild mit Temperaturen zwischen 10 und 7, im Bergland bei 5 Grad.

für Freitag, 24.Februar 2012
Am Freitag fallen aus dichten Wolken zeitweise Regen oder Sprühregen. Nur in der Eifel und deren Umfeld lockert es mal auf. Die Temperatur liegt am Nachmittag zwischen 10 und 13, im oberen Bergland um 7 Grad. Der Wind weht meist mäßig aus Südwest bis West.
In der Nacht zum Samstag zieht der Regen ab. Später lockern die Wolken von Norden her teils auf. Die Temperatur sinkt auf 3 bis null, im Bergland bis minus 2 Grad. Lokal besteht Glättegefahr.

für Samstag, 25.Februar 2012
Am Samstag ist es teils sonnig, teils wolkig und trocken. Nur in Ostwestfalen zieht ab Mittag stärkere Bewölkung mit gelegentlichem Regen durch. Die Höchsttemperatur liegt um 10, im Bergland um 5 Grad. Der Wind weht stark böig aus West bis Nordwest.
In der Nacht zum Sonntag regnet es in Ostwestfalen noch vereinzelt, im Hochsauerland ist Schnee dabei. Im übrigen NRW lockern die Wolken auf. Die Temperatur sinkt auf 3 bis null, im Bergland bis minus 2 Grad. Hier ist mit Glätte zu rechnen.



Deutschlandübersicht:

Offenbach, Mittwoch, den 22.02.2012, 11:30 Uhr -
Die vergangene Nacht war in der Südhälfte noch einmal vielerorts frostig. Am kältesten war es dabei direkt am Alpenrand, wo es erneut strengen Frost gab. Negativer Spitzenreiter war Reit im Winkel mit -15.5 Grad, gefolgt von Oberstdorf mit -15.2 Grad und Leutkirch-Herlatzhofen mit -15.0 Grad. Der Grund dafür, dass es dort so kalt werden konnte, ist unter anderem Hoch EITEL. Eitel erstreckt sich brückenartig vom Atlantik über Süddeutschland bis nach Westrussland. Das Hoch sorgt für windarme Verhältnisse, zudem liegt am Alpenrand und in den südlichen Mittelgebirgen noch einiges an Schnee. Die Kombination führt schließlich dazu, dass die Temperatur so stark absinken kann.
Deutlich wärmer war es unter vielen Wolken im Norden. Dort sind atlantische Tiefausläufer mit milden Luftmassen wetterwirksam. Am mildesten war es in Rostock-Warnemünde mit einem Minimum von 5.2 Grad, gefolgt von Quedlinburg und Kirchdorf/Poel mit jeweils 4.8 Grad.

Ab der zweiten Tageshälfte wird uns Tief TANJA zunehmend beschäftigen. Tanja befindet sich derzeit schon bei Schottland und wird auf östlicher Zugbahn weiter über Südschweden und das Baltikum weiter bis nach Westrussland ziehen.

TANJA wird zum einen ordentlich Wind machen, denn die Luftdruckgegensätze zwischen dem Hoch über dem Süden und dem Tief im Norden verschärfen sich. So gibt es bereits jetzt schon Windböen (Bis 60 km/h) an den Küsten, die sich im Laufe des Nachmittages bis in das angrenzende Binnenland ausweiten. An der See muss dann auch mit Sturmböen (bis 85 km/h) gerechnet werden. Der Höhepunkt der Windentwicklung wird in der ersten Nachthälfte auf Donnerstag erwartet. Dann sind im gesamten Norden und Osten Windböen möglich, im Nordosten teils auch stürmische Böen (um 70 km/h). An der See treten allgemein Sturmböen auf, in exponierten Lagen sind auch schwere Sturmböen (bis 100 km/h) möglich. Das gilt besonders für die nordfriesischen Inseln. Am windigsten wird es wohl wie so häufig auf dem Brocken, wo orkanartige Böen bis 115 km/h erwartet werden.

Das zweite Problem ist die Glätte. In der Nacht auf Donnerstag wird sich ein Niederschlagsgebiet auf den Weg machen und Deutschland von Nord nach Süd überqueren. Es kommt bis zum Donnerstagmorgen etwa bis in den Norden von Baden-Württemberg und Bayern voran. Zunächst fällt der Niederschlag als Regen und verursacht keine Probleme. Je weiter er nach Süden voran kommt, desto kälter wird die Luft sein, auf die der Niederschlag trifft. So kann die Temperatur bei anfänglichen Auflockerungen im Süden und in höheren Lagen der Mittelgebirge noch mal in den Frostbereich absinken. Dort besteht dann die Gefahr von gefrierendem Regen mit erheblicher Glättebildung. Auch eine kurze anfängliche Schneephase ist in diesen Gebieten nicht ganz ausgeschlossen.
Am Donnerstagvormittag werden dann auch die restlichen Teile von Bayern und Baden-Württemberg vom Niederschlagsgebiet erfasst, wobei weiterhin die Gefahr von gefrierendem Regen besteht. Zum Nachmittag verzieht sich die Glättproblematik dann mehr und mehr in höhere Lagen des Bayrischen Waldes und der Alpen.

Und wie geht's weiter? Wechselhaft. Nachdem Tanja abgezogen ist, ziehen in der Folge weitere Tiefdruckausläufer über Deutschland hinweg. Nach einer milden Nacht mit Tiefstwerten, die am Niederrhein kaum unter 10 Grad sinken, wird es am Freitag fast frühlingshaft warm. Die Höchstwerte werden zwischen 9 und 13 Grad erwartet. Zudem bleibt es im Osten und Norden von Deutschland sehr windig.

Zum Wochenende wird es dann wieder etwas kühler. Es bleibt dabei weiter unbeständig. Erst zur Mitte der kommenden Woche gibt es Signale, dass sich eine stabilere Großwetterlage einstellt. Da muss man aber noch ein wenig abwarten.
Das erklärt Dipl.-Met. Marcus Beyer von der

Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.



Hinweis:

Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter:
www.wettergefahren.de

Aktuelle Wetter- und Klimainformationen finden Sie unter:
www.dwd.de

Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr
telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst




 
© 2002-2011 Erftstadt-Wetter | Joomla 1.5 Templates by vonfio.de